BGH, I ZR 256/25, I ZR 289/25: Haushaltsausnahme auf dem Prüfstand: BGH legt dem EuGH vor, wann die DSGVO für privates Handeln gilt

Gericht
BGH
Spruchkörper
Bundesgerichtshof
Entscheidung vom
17.09.2026
Aktenzeichen
I ZR 256/25, I ZR 289/25
Kategorie
Datenschutz
Verfahrensstand
Vorlage an den EuGH
Zitiervorschlag
BGH, Beschl. v. 17.09.2026 – I ZR 256/25 und I ZR 289/25 (PM Nr. 169/2026)

Der I. Zivilsenat hat zwei Verfahren ausgesetzt und dem EuGH Fragen zur Auslegung der Haushaltsausnahme (Art. 2 Abs. 2 lit. c DSGVO) vorgelegt. In I ZR 256/25 waren nach einem Zerwürfnis private Chat-Nachrichten an Dritte weitergegeben worden, in I ZR 289/25 ging es um die heimliche Videoüberwachung einer Wohnküche und die Weitergabe der Aufnahmen an die Polizei. Der EuGH soll klären, ob für die Ausnahme der mit der Verarbeitung verfolgte Zweck zu berücksichtigen ist und ob eine grundrechtliche Abwägung vorzunehmen ist.

Kernaussagen

Bedeutung für die Praxis

Relevant für arbeitsrechtliche Kündigungsschutzverfahren und für Auskunfts-/Unterlassungsansprüche gegen Privatpersonen.

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